1. Damen, 2. Herren, News13. Januar 2026

Klare Niederlagen für die Reserve und die Damen

Die Teams der LippeBaskets mussten am Wochenende in beiden Oberligen auswärts Niederlagen hinnehmen. Während die Herren II in Witten beim Liga-Primus unter die Räder gerieten, sammelten die Damen in Gütersloh – trotz stark dezimiertem Kader – wichtige Erkenntnisse und vor allem wertvolle Spielpraxis für den Nachwuchs.

Oberliga 3: Herren II unterliegen in Witten

Bei den Witten Baskets verlor LippeBaskets 2 mit 61:86 (20:17, 17:29, 16:25, 8:15). Dabei starteten die Gäste ordentlich in die Partie und entschieden das erste Viertel sogar für sich. Danach setzte sich jedoch die Qualität des Tabellenführers immer deutlicher durch.

„Witten ist halt wirklich der Liga-Primus. Das ist in meinen Augen mit Abstand das beste Team der Liga“, ordnete Trainer Dennis Köhler die Aufgabe ein. Seine Mannschaft habe nach der Winterpause zudem Anlaufprobleme gehabt – auch, weil das Team zuletzt personell und im Rhythmus gefordert war: Zwei neue Spieler mussten integriert werden, dazu fiel Vladi aus. Köhler kritisierte außerdem den Spielplan: Nach einer Winterpause ohne Training direkt wieder spielen zu müssen, „macht überhaupt gar keinen Sinn“.

Auf dem Feld fehlte den LippeBaskets laut Köhler vor allem die mentale Frische: „Wir waren mental irgendwie nicht da. Wir waren total rusty, was die Würfe anbelangt.“ Defensiv bekam das Team zu selten Zugriff, gerade im Eins-gegen-eins, und ließ zu viele einfache Abschlüsse am Brett zu. Spätestens gegen Ende des dritten Viertels ging dann endgültig der Faden verloren.

Zusätzlicher Unmut kam durch die Foulsituation auf: „Die Linie der Schiedsrichter war wahrscheinlich das Schlechteste, was ich je gesehen habe“, sagte Köhler. Vier technische und zwei unsportliche Fouls sowie eine aus seiner Sicht unausgeglichene Bewertung hätten sein Team „mental extrem belastet“.

Trotzdem blieb der Coach sachlich: „Man muss neidlos anerkennen, dass Witten einfach das beste Team der Liga ist.“ Unzufrieden war er vor allem mit der Deutlichkeit des Endstands: „Mit dem Ergebnis in der Höhe bin ich nicht zufrieden, das war zu deutlich.“

LBW: Nägeler 5 (1 Dreier), Eckardt 2, Tautz 13 (3), Brinkmann 7, Brachhaus 10, Barkowski 3, Möller 7 (1), Sivrikaya 6 (2), Sonntag 8 (2)


Oberliga 2 Damen: Tapferer Auftritt beim Tabellenzweiten

Auch die Oberliga-Damen standen in Gütersloh vor einer großen Aufgabe und unterlagen dem Gütersloher TV mit 53:79 (8:14, 13:21, 15:21, 17:23). Das Ergebnis ist deutlich – die Umstände allerdings ebenfalls: Die LippeBaskets reisten erneut mit stark dezimiertem Kader an. Am Ende waren es neun Spielerinnen, darunter vier 14-jährige U16-Spielerinnen, die aushalfen. Zusätzlich sprang Mario Nägeler kurzfristig ein, um den Kader spielfähig zu halten.

„Das ist mittlerweile auch zu unserem Vorteil und zu unserer Stärke geworden, dass wir dann eben keine Spiele absagen müssen“, hieß es aus dem Team. Kurz vor dem Tip-off kam der nächste Rückschlag: Helena Trillmann musste verletzungsbedingt passen (entzündeter Schleimbeutel), womit die Center-Position erneut schwer zu besetzen war. Entsprechend ging es mit vielen „kleinen Leuten“ zum Tabellenzweiten, der klaren Aufstiegsambitionen nachgesagt werden.

Trotzdem nahmen die LippeBaskets viel Positives mit – vor allem für den Nachwuchs. Besonders spannend: Erstmals standen die vier U16-Spielerinnen Lotta Overtheil, Clara Rose, Lia Nägeler und Josefine Teigelkötter gemeinsam auf dem Feld. Sie bekamen Spielzeit, durften Erfahrungen sammeln – und auch Fehler machen. „Das sind gute Spiele zum Lernen. Gegen guten Gegner, aber ohne Druck alles zwingend richtig zu machen“, lautete die klare Haltung.

Auch taktisch setzte das Team Akzente: Gütersloh gilt als sehr wurfstark, zwei Distanzspezialistinnen waren zuletzt besonders auffällig. Genau hier griff der Plan: „Wir haben es geschafft, dass sie zusammen nur einen Dreier geworfen haben“, wurde als eines der Erfolgserlebnisse hervorgehoben. Der Fokus lag auf enger Verteidigung, denying und intensiver Ballverweigerung, um dem Gegner den Rhythmus zu nehmen.

Natürlich gab es auch Baustellen: Zu wenig ausgeboxt, zu viele Turnover – und am Ende ging jedes Viertel verloren. Dennoch überwog das Fazit: abhaken, lernen, nach vorne schauen. „Jetzt kommen dann halt die Mannschaften, gegen die wir wieder gewinnen können und teilweise auch müssen“, lautet der Blick auf die kommenden Wochen.

LBW: Pinkosz 18 (1), Wohl 13 (2), Overtheil 7, L. Nägeler 6, Michalski 4, Rose 3, Mersch 2, Teigelkötter, M. Nägeler

Weitere Beiträge

  • 2. Herren2. September 2025

    Neuzugang bei den LippeBaskets 2: Willkommen, Marco Gluch!

  • 1. Damen, 1. Herren, 2. Herren6. November 2025

    Vorberichte: Auswärtswochenende mit viel Qualität!